Patienten mit Schnappatmung beim Kreislaufstillstand haben ein besseres Outcome

Beim Vorliegen eines Kreislaufstillstandes kommt es bei ca. 25% der Patienten zum Auftreten von Schnappatmung. Was das Vorliegen dieser agonalen Atemzüge für das Outcome des Patienten bedeutet hat nun eine Studie aus China untersucht.

The association of gasping and outcome, in out of hospital cardiac arrest: A systematic review and meta-analysis
Resuscitation 2015 Sep. 23 Published online (DOI: http://dx.doi.org/10.1016/j.resuscitation.2015.09.377)

Hauptziel der Forschungsgruppe von Lianxing Zhao-Master war die Beschreibung eines möglichen Zusammenhangs zwischen dem Auftreten von agonalen Atemzügen und dem Outcome. Hierzu untersuchten die Forscher ingesamt 10.797 Reanimationen aus 4, bereits veröffentlichten, Vorstudien.

Zhao-Master fand heraus, dass das Auftreten von Schnappatmung beim Kreislaufstillstand in der Frühphase ein durchaus häufiges Phänomen ist. Patienten mit Vorliegen einer agonalen Atmung bei Eintreffen des Rettungsdienstes hatten eine 3,525-fach höhere Wahrscheinlichkeit primär und sekundär (bis zum Entlassen aus dem Krankenhaus) erfolgreicht reanimiert zu werden als Patienten mit Apnoe.

Fazit:
Patienten mit Kreislaufstillstand und agonaler Atmung haben eine deutlich besseres Outcome als Patienten mit Apnoe. Dies ist am ehesten auf die Tatsache zurück zu führen, dass die agonale Atmung vor allem in der Frühphase des Kreislaufstillstandes auftritt, die Ischämie also noch nicht zu weit vorgeschritten ist. In Zukunft sollte man bei Übergabe evtl. nicht nur das initiale EKG (Kammerflimmern oder Asystolie), sondern auch die initiale Atmung (agonal oder apnoe) angeben um eine bessere Einschätzung der Überlebenschancen zu ermöglichen.