Shit, that happens...

Einfluss des Musikgenres auf die Todesursache

Written by sb

In der Naturwissenschaft lassen sich ja viele Dinge untersuchen. Die Spannbreite ist groß und reicht von Forschungsstudien zur Proteinveränderung nach Reanimation bis zu ganz banalen Fragen des Alltags: „Was wir tun, wenn der Aufzug nicht kommt„. In einer kürzlich veröffentlichten Studie Untersuchte ein Forschungsteam den Zusammenhang der Todesursache und dem Genre von verschiedenen Musikern und kam zu interessanten Ergebnissen.

Dianna Kenny ist Professorin für Psychologie an der University of Sydney. In ihrer aktuellen Studie untersuchte die Forscherin den Zusammenhang zwischen Musik und Todesursache und veröffentliche ihre Ergebnisse auf der Internetplatform: theconversation.com

Music to die for: how genre affects popular musicians’s life expectancy (22.03.2015)

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Kenny analysierte den Tod von ingesamt 12.665 Musikern im Zeitraum von 1950 bis Juni 2014. Schwerpunkt ihrer Untersuchung lag auf dem Alter, der Musikrichtung und der näheren Todesursache.

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Unfälle mit Todesfolge (Accidental):
Während die Rate bei Unfällen (Verkehrsunfall, Überdosis) im mittel bei 20% lag, haben besonders Metaller ein deutlich höheres Risiko an Unfällen zu versterben. Ihr Risiko lag mit einer Rate von 36,2% fast doppelt so hoch wie der Durchschnitt ihrer Kollegen.

Selbstmord (Suicide):
Auch bei den Selbstmördern führen die Schwermetaller die Statistik an. Ihre Rate ist mit 19,3% fast dreimal so hoch wie der Durchschnitt (7%).

Mordopfer (Homicide):
Musiker werden anscheinend nur recht selten ermordet. Die mittlere Rate liegt bei 6%. Allerdings fallen hier besonders zwei Gruppen ins Auge: Rap und Hip Hop. In diesen beiden Kategorien wurde jeder 2te Musiker (>50%) Opfer eines Gewaltverbrechens. Dafür hatte diese Gruppe aber die besten Chancen wenn es um Herz-Kreislaufprobleme oder Krebserkankungen geht. Die Zahlen sind mit vorsicht zu genießen, da die meisten Rapper oder Hip Hopper aufgrund des jungen Genres zur Zeit noch am Leben sind und die Todesursachen zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht absehbar sind.

 
Fazit
Wer Metal, Punk, Rap oder Hip Hop hört sollte dringend auf das nächste Konzert seiner Lieblingsband gehen. Wer weiß ob es sie bald noch gibt…

Who wants to live forever?

 

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