Kurz vorgestellt: Einsatz des Larynxtubus durch Rettungsassistenten reduziert Unterbrechungen der Reanimation

Neben suffizienten Thoraxkompressionen sind vor allem die Unterbrechungen zwischen den Kompressionsphasen ein relevanter Faktor für das Überleben von Patienten mit Kreislaufstillstand. Dabei tragen besonders Defibrillation, EKG-Analyse und Intubation maßgeblich zu einer erhöhten No-Flow-Zeit bei. Um die Unterbrechungen so gering wie möglich zu halten und somit die Überlebenschance von Patienten zu verbessern untersuchte eine aktuelle Studie den Einfluss des Atemwegsmanagements durch Rettungsassistenten auf die No-Flow-Zeit.

Einsatz des Larynxtubus durch Rettungsassistenten reduziert Unterbrechungen der Reanimation
Notfall Rettungsmed 2015 Jan 11;141(18):1-6.
Im Gegensatz zu bereits bestehenden Untersuchungen betrachteten die Forscher hierbei nicht den Larynxtubus im Vergleich zur Intubation sondern zur konventionellen Beutel-Masken-Beatmung. Insgesamt untersuchte die Arbeitsgruppe um R.-P. Lukas 54 Reanimationen bei denen die Rettungswagenbesatzung mindestens 5 Minuten vor dem Notarzt am Einsatzort eintraf. In 27 Fällen erfolgte das Atemwegsmanagement durch die Verwendung der Beutel-Masken-Beatmung und in den anderen 27 Fällen durch Platzierung eines Larynxtubus. Bei allen Patienten erfolgte eine Reanimation nach den ERC Leitlinien 2010 mit 30 Thoraxkompressionen und 2 Beatmungen. Dabei konnte die No-Flow-Zeit durch Verwendung des Larynxtubus signifikant von 12,47% auf 8,19% (um 1/3) reduziert werden.
Fazit
Durch Verwendung des Larynxtubus lässt sich die No-Flow-Zeit im Vergleich zur Beutel-Masken-Beatmung um 1/3 reduzieren. Obwohl in der vorliegenden Studie das Outcome der Patienten nicht untersucht wurde ist aufgrund bereits exsistierender Studien anzunehmen, dass die Reduzierung der Unterbrechungen bei der Reanimation mit einem verbesserten Überleben einhergeht. Der Einsatz des Larynxtubus durch Rettungsassistenten scheint als primärer Atemweg Vorteile für das Outcome zu bieten.
Flow is brain
No flow is no brain