Kurz vorgestellt: CPR-bedingte Verletzungen nach manueller oder mechanischer Reanimation

Eine Forschergruppe aus Schweden hat sich in ihrer aktuellen Untersuchung mit den entstehenden Verletzungen während der Reanimation beschäftigt. Dabei haben die Forscher insgesamt 222 Patienten nach erfolgloser Reanimation untersucht. 83 der Patienten wurden konventionell per Hand reanimiert, wohingegen 139 Patienten mithilfe eines mechanischen Reanimationsgerätes (LUCAS) wiederbelebt wurden.

CPR-related injuries after manual or mechanical chest compressions with the LUCAS™ device: A multicentre study of victims after unsuccessful resuscitation

Resuscitation. 2014 Sep 30. pii: S0300-9572(14)00759-X. [Epub ahead of print]

 

Smekal und seine Kollegen konnten zeigen, dass Rippenfrakturen während der mechanischen Reanimation deutlich häufiger sind (78,8%) als unter konventioneller Thoraxkompression (64,6%). Im Mittel brachen bei der konventionellen CPR 7 Rippen und bei Verwendung des LUCAS 6 Rippen. Bei der gefürchteten Sternumfraktur zeigte sich kein signifikanter Unterschied in den beiden Gruppen (54,2% / 58,3%):

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Ebenso zeigte sich auch bei den weiteren Verletzungen kein signifikanter Unterschied zwischen den beiden Methoden:

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Ingesamt konnten die Forscher zeigen, dass es bei der Verwendung von mechanischen Reanimationsgeräten (hier LUCAS) zwar häufiger zu Rippenfrakturen kommt, das Auftreten von Sternumfrakturen oder anderen Verletzungen aber gleich ist. Von den während der Untersuchung gefundenen Verletzungen wurde keine als kritisch für das Überleben des Patienten eingestuft.