Einfluss der Tages- und Jahreszeit auf den Kreislaufstillstand

Temporal differences in out-of-hospital cardiac arrest incidence and survival.

Gibt es zeitliche Unterschiede im Auftreten und Überleben von Prähospitalen Kreislaufstillständen?

Dieser Frage sind Bagai und seine Kollegen in einer aktuell erschienen Untersuchung nachgegangen. Um den zeitlichen Einfluss darzustellen bediente sich die Forschungsgruppe der Daten des US-amerikanischen Pendant zum deutschen Reanimationsregisters (Cardiac Arrest Registry to Enhance Survival – CARES). Untersucht wurden prähospitale Kreislaufstillstände mit angenommener kardialer Ursache. Ingesamt konnten Bagai und seinen Kollegen 18.588 Reanimationen aus dem Zeitraum von Anfang Oktober 2005 bis Ende Dezember 2010 in ihre Studie einschließen.

Der Datensatz wurde von Bagai und seinen Kollegen hinsichtlich des Auftretens von Kreislaufstillständen in Bezug auf die Zeit analysiert. Dabei zeigten sich signifikante Unterschiede in der Tagszeit, dem Wochentag und dem Monat (je P<0,001). Am höchsten lag die Inzidenz für das Auftreten eines Kreislaufstillstandes während der Tagszeit, von Freitag bis Montag im Dezember.

Fernen untersuchte die Forschungsgruppe auch den zeitlichen Einfluss auf das Überleben eines Kreislaufstillstandes. Auch hier zeigten sich signifikante Unterschiede für die Tages- und Jahreszeit. Während die Überlebensrate in der Nacht (23:01 – 07:00) mit 7,1% am niedrigsten war, stieg sie im Laufe des Tages (07:01 – 15:00) auf 10,8% an und erreichte am Abend (15:01 – 23:00) mit 11,3% ihr Maximum. Bezüglich der Tage zeigte sich keine signifikante Differenz (P=0,06) zwischen Wochenende (9,5%) und Woche (10,4%) für das Überleben. Allerdings konnte Bagai Unterschiede in den Jahrszeiten feststellen. So lag die Überlebensrate in den Wintermonaten bei 8,8%, im Frühjahr bei 11,1%, im Sommer bei 11,0% und im Herbst bei 10,0%).